Unser Tag mit den Einladungskarten.

Meine in ein paar Wochen sechzehnjährige Tochter Daniela wollte unbedingt eine Sweet Sixteen Party feiern. Sie hatte sich etliche solche Veranstaltungen im Fernsehen angesehen und nun war sie besessen davon, eine solche Party zu veranstalten. Sie lag mir mit dieser Party so lange in den Ohren, bis ich endlich einwilligte. Die Vorbereitungen begannen. Wir mieteten einen Saal, wir bestellten die Dekorationen, wählten die Musik, die Band, kauften ein schönes Kleid oder sogar zwei. Eine von den letzten Sachen auf unserer "zu erledigen Liste" waren die Einladungskarten. Wir nahmen uns also vor, diese an einem freien Nachmittag zu kaufen, ich dachte mir natürlich, es würde genau so glatt verlaufen, wie die restlichen Besorgungen. Doch ich hatte mich geirrt. Nachdem wir in das Geschäft reingegangen waren, verlor sich meine Tochter in einem Stapel der Einladungskarten. Sie suchte und suchte, schaute sich alles an, wählte sogar einige, nur um sie dann wieder wegzulegen. Sie lächelte, dann motzte sie, konnte sich nicht entscheiden, dann war ihr plötzlich alles egal und sie sagte, wir sollten gehen. Doch inzwischen war der ganze Nachmittag vergangen und es wurde Abend. Ich war genervt und sagte ihr: "Oh nein!" Wenn wir schon die vielen Stunden hier verbracht haben, musste sie sich nun auf der Stelle entscheiden, sonst würde sie gar keine Einladungskarten gekauft bekommen. Sauer, gehorchte sie und nahm die ersten besten, die ihr in die Hände gekommen waren.